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Warum lieben Mädchen Pferde?
Viele Mädchen sind von den Pferden
total fasziniert. Kommt man beim Spazieren an einem Pferdestall
vorbei, scheint man die Mädchen kaum zum Weitergehen zu bringen.
Pferde ziehen sie wie ein Magnet an.
Am liebsten verbringen die Mädchen ihre Freizeit im Stall oder
lesen Pferdebücher und Pferde-Comics. Auch im Zimmer hängen oft
Pferdeposter und das Barbiepferd durfte in jüngeren Jahren auch
nicht fehlen.
Befragt man Mädchen verschiedener Altersgruppen nach den Gründen
für ihre Zuneigung zu den grossen Vierbeinern, bekommt man in
der Regel vergleichbare Antworten: "Pferde sind gross und
stark", "Sie haben ein so seidiges und weiches Fell", "Man kann
super mit ihnen schmusen" oder "Mein Pferd versteht mich ohne
viele Worte".
Für die jüngeren Mädchen sind Pferde weniger wegen des Reitens
wichtig. Sie wollen die Tiere verhätscheln, striegeln und ihnen
die Mähnen und Schweife frisieren. Die Tiere sind sozusagen ein
lebender Puppenersatz auf dem man auch mal reiten kann.
Vor allem die Zeit vor der Pubertät verbringen Mädchen gerne mit
Pferden. Für ihre Puppen sind sie bald mal zu alt und Jungs sind
noch relativ uninteressant. Das Pferd ist das letzte Kuscheltier
zwischen Puppe und Mann. Das Pferd ist ein Partner. Es
vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und spendet Trost. Die
Beziehung zum Pferd wird als einzigartig, gegenseitig und ewig
erlebt.
Im Stall sind die Mädchen meistens unter sich, ohne die
Ermahnungen der Eltern. Dieses Erlebnis der Zugehörigkeit zu
einer gleich gesinnten Gruppe ist ihnen sehr wichtig. Die
Mädchen übernehmen im Stall erstmals ohne Aufsicht der Eltern
Verantwortung.
Pferde geben ihnen die Wärme und Zuneigung, die sie brauchen, um
den Abnabelungsprozess von den Eltern zu beginnen.
Trotzdem ist diese Liebe meist nicht dauerhaft: Mit der Pubertät
beginnen sich Mädchen für Jungs zu interessieren und das
Pferdefieber scheint abgeklungen zu sein. Erst später kehren
einige wieder zu ihrer „Jugendliebe“ zurück.
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